Lauter lachende Dritte
Kommentar von Jürgen Dick
Der Ausgang der Bruchköbeler „Koalitionsverhandlungen“ hinterlässt Krokodilstränen bei der FDP, deren Erwartungen sich letztlich wohl als zu hoher Pokereinsatz erwiesen haben.
Da dürfte ein, sagen wir, altmodisches Modell gescheitert sein: Wer Zusammenarbeit anstrebt und meint, den „Partner“ gleichzeitig unter Druck setzen zu können, der ist heutzutage schnell raus aus dem Spiel.
Irgendwie hatte man die FDP aus der Parlamentsarbeit der letzten Jahre anders in Erinnerung: Die bedächtig-analytischen, meist punktgenau plazierten Töne eines Horst Roepenack sind anscheinend ein wenig ins Hintertreffen geraten.
Die Gewinner aus der Pokerrunde über mehrere Tische sind andererseits in der Überzahl. Es gibt viele lachende Dritte.
Da ist beispielsweise Bürgermeister Michael Roth zu nennen. Der hatte sich während der Verhandlungen weitestgehend herausgehalten, im Vertrauen auf das Verhandlungsteam unter Günter Maibach. Dass die FDP, die noch vor wenigen Monaten das Amt des Ersten Stadtrates abschaffen wollte, sich in den Verhandlungen ausgerechnet auf die Erringung dieses Postens kapriziert hatte: Das wird Balsam auf die Wunden des Rathaus-Chefs gewesen sein, dem die damaligen Vorwürfe vom „Postengeschacher“ wohl noch in den Ohren geklungen haben.
Günter Maibach wiederum kann als Fraktions-Chef der CDU einen ersten Achtungserfolg vorzeigen: Wie zu hören ist, hat die gesamte CDU-Fraktion einhellig die Option „Grüne“ bestätigt und damit die Verhandlungsführung unter Maibachs Leitung bemerkenswert bestätigt.
Die Fraktion Bündnis90/Grüne wiederum wird selbstbewusst in die Verhandlungen mit der CDU gehen, man dürfte um den eigenen Stellenwert wissen.
Jetzt darf man gespannt darauf sein, welche Politik die neuen Partner konkret verabreden werden.
Der Ausgang der Bruchköbeler „Koalitionsverhandlungen“ hinterlässt Krokodilstränen bei der FDP, deren Erwartungen sich letztlich wohl als zu hoher Pokereinsatz erwiesen haben.
Da dürfte ein, sagen wir, altmodisches Modell gescheitert sein: Wer Zusammenarbeit anstrebt und meint, den „Partner“ gleichzeitig unter Druck setzen zu können, der ist heutzutage schnell raus aus dem Spiel.
Irgendwie hatte man die FDP aus der Parlamentsarbeit der letzten Jahre anders in Erinnerung: Die bedächtig-analytischen, meist punktgenau plazierten Töne eines Horst Roepenack sind anscheinend ein wenig ins Hintertreffen geraten.
Die Gewinner aus der Pokerrunde über mehrere Tische sind andererseits in der Überzahl. Es gibt viele lachende Dritte.
Da ist beispielsweise Bürgermeister Michael Roth zu nennen. Der hatte sich während der Verhandlungen weitestgehend herausgehalten, im Vertrauen auf das Verhandlungsteam unter Günter Maibach. Dass die FDP, die noch vor wenigen Monaten das Amt des Ersten Stadtrates abschaffen wollte, sich in den Verhandlungen ausgerechnet auf die Erringung dieses Postens kapriziert hatte: Das wird Balsam auf die Wunden des Rathaus-Chefs gewesen sein, dem die damaligen Vorwürfe vom „Postengeschacher“ wohl noch in den Ohren geklungen haben.
Günter Maibach wiederum kann als Fraktions-Chef der CDU einen ersten Achtungserfolg vorzeigen: Wie zu hören ist, hat die gesamte CDU-Fraktion einhellig die Option „Grüne“ bestätigt und damit die Verhandlungsführung unter Maibachs Leitung bemerkenswert bestätigt.
Die Fraktion Bündnis90/Grüne wiederum wird selbstbewusst in die Verhandlungen mit der CDU gehen, man dürfte um den eigenen Stellenwert wissen.
Jetzt darf man gespannt darauf sein, welche Politik die neuen Partner konkret verabreden werden.
kewelforever - 2006/04/26 21:30