Unmut über Zusammenarbeit mit dem BBB
Perry von Wittich verlässt die SPD
(Bruchköbel/jgd) - Die jüngst verkündete Zusammenarbeit von SPD und BBB hat in der SPD offenbar nicht nur Zustimmung gefunden. Mit Perry von Wittich hat nun ein prominenter Vertreter der Partei seinen Hut an den Nagel gehängt. Perry von Wittich hat die SPD gänzlich verlassen, also sein Parteibuch zurückgegeben, wie er dem BK auf Anfrage bestätigte. Er war noch im vergangenen Jahr für seine 10-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt worden, und war auch zuvor schon, als noch nicht Parteigebundener, für die SPD aufgetreten. So hatte er zweimal auf das Amt des Bürgermeisters kandidiert, und ist auch über viele Jahre hinweg Fraktionssprecher der Partei im Parlament gewesen. Ein Hauptgrund für den Austritt liegt offensichtlich im fehlenden Einverständnis mit der Entscheidung des Vorstandes für eine Zusammenarbeit mit dem BBB, die aus Anlass der Bürgermeisterwahl in Gang gekommen ist. Über das Ausmaß der Zusammenarbeit hätten die Mitglieder der SPD erst aus der Zeitung erfahren, und sie seien hierüber auch gar nicht um ihre Meinung befragt worden.
Auch eine Unzufriedenheit mit der Kür des neuen SPD-Kadidaten auf das Bürgermeisteramt, Dirk Vogel, könnte ein Grund für den Schritt von Wittichs sein - von Wittich äußerte sich hierzu aber eher zurückhaltend. Bereits 2009 soll es Zerwürfnisse gegeben haben, als von Wittich die SPD-Fraktion führte, und als Dirk Vogel für rund ein Jahr den Parteivorsitz übernommen hatte. Damals, so berichten es auch andere Stimmen aus der Partei, soll es einigen "Knatsch" zwischen den beiden Führungskräften über die Ausrichtung der SPD in der Parlamentspolitik gegeben haben. Perry von Wittich soll dabei für einen eher pragmatischen Kurs gestanden haben, was sich daran zeigte, dass die SPD-Fraktion trotz aller politischer Differenzen zur CDU-Stadtregierung am Ende den Haushalt mitbeschloss. Perry von Wittich hatte dazu stets die Meinung vertreten, dass das Wohl der Stadt letzten Endes Vorrang vor der Parteipolitik haben müsse: "Man kann die Stadt bei allem Streit am Ende nicht ohne einen beschlossenen Haushalt dastehen lassen". Vor etwa zwei Jahren war Perry von Wittich dann überraschend vom Fraktionsvorsitz zurückgetreten - auch damals sollen Zerwürfnisse mit dem Parteivorstand ausschlaggebend gewesen sein.
Innerhalb der Bruchköbeler SPD scheint es auch eine Art "Hausmacht" zu geben, die gezielt zur Wahl Dirk Vogels mobilisiert haben soll. Dies schilderten dem BK auch andere Stimmen aus der Partei, wenngleich hinter vorgehaltener Hand. Das Lager um den Gegenkandidaten Norbert Viehmann habe sich überrumpelt gefühlt. Die "Hausmacht" sei in groben Zügen mit der stadtverbandsinternen SPD-Arbeitsgemeinschaft "AG 60 Plus" identisch, deren Vordenkerin und Organisatorin wiederum die Stadtverordnete Rosi Wenzel sei. Die AG 60 plus bilde in manchen Fragen einen "Staat im Staate" innerhalb der SPD, heisst es.
(Bruchköbel/jgd) - Die jüngst verkündete Zusammenarbeit von SPD und BBB hat in der SPD offenbar nicht nur Zustimmung gefunden. Mit Perry von Wittich hat nun ein prominenter Vertreter der Partei seinen Hut an den Nagel gehängt. Perry von Wittich hat die SPD gänzlich verlassen, also sein Parteibuch zurückgegeben, wie er dem BK auf Anfrage bestätigte. Er war noch im vergangenen Jahr für seine 10-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt worden, und war auch zuvor schon, als noch nicht Parteigebundener, für die SPD aufgetreten. So hatte er zweimal auf das Amt des Bürgermeisters kandidiert, und ist auch über viele Jahre hinweg Fraktionssprecher der Partei im Parlament gewesen. Ein Hauptgrund für den Austritt liegt offensichtlich im fehlenden Einverständnis mit der Entscheidung des Vorstandes für eine Zusammenarbeit mit dem BBB, die aus Anlass der Bürgermeisterwahl in Gang gekommen ist. Über das Ausmaß der Zusammenarbeit hätten die Mitglieder der SPD erst aus der Zeitung erfahren, und sie seien hierüber auch gar nicht um ihre Meinung befragt worden.
Auch eine Unzufriedenheit mit der Kür des neuen SPD-Kadidaten auf das Bürgermeisteramt, Dirk Vogel, könnte ein Grund für den Schritt von Wittichs sein - von Wittich äußerte sich hierzu aber eher zurückhaltend. Bereits 2009 soll es Zerwürfnisse gegeben haben, als von Wittich die SPD-Fraktion führte, und als Dirk Vogel für rund ein Jahr den Parteivorsitz übernommen hatte. Damals, so berichten es auch andere Stimmen aus der Partei, soll es einigen "Knatsch" zwischen den beiden Führungskräften über die Ausrichtung der SPD in der Parlamentspolitik gegeben haben. Perry von Wittich soll dabei für einen eher pragmatischen Kurs gestanden haben, was sich daran zeigte, dass die SPD-Fraktion trotz aller politischer Differenzen zur CDU-Stadtregierung am Ende den Haushalt mitbeschloss. Perry von Wittich hatte dazu stets die Meinung vertreten, dass das Wohl der Stadt letzten Endes Vorrang vor der Parteipolitik haben müsse: "Man kann die Stadt bei allem Streit am Ende nicht ohne einen beschlossenen Haushalt dastehen lassen". Vor etwa zwei Jahren war Perry von Wittich dann überraschend vom Fraktionsvorsitz zurückgetreten - auch damals sollen Zerwürfnisse mit dem Parteivorstand ausschlaggebend gewesen sein.
Innerhalb der Bruchköbeler SPD scheint es auch eine Art "Hausmacht" zu geben, die gezielt zur Wahl Dirk Vogels mobilisiert haben soll. Dies schilderten dem BK auch andere Stimmen aus der Partei, wenngleich hinter vorgehaltener Hand. Das Lager um den Gegenkandidaten Norbert Viehmann habe sich überrumpelt gefühlt. Die "Hausmacht" sei in groben Zügen mit der stadtverbandsinternen SPD-Arbeitsgemeinschaft "AG 60 Plus" identisch, deren Vordenkerin und Organisatorin wiederum die Stadtverordnete Rosi Wenzel sei. Die AG 60 plus bilde in manchen Fragen einen "Staat im Staate" innerhalb der SPD, heisst es.
kewelforever - 2013/05/05 08:01