Die Kandidaten sind auf dem Plan
CDU- und SPD- Lager stehen sich nun gegenüber - Von Jürgen Dick
(Bruchköbel/jgd) - Die beiden "großen" Kandidaten um das Bürgermeisteramt sind nun sichtbar: Nachdem Dirk Vogel (SPD) als Hauptwettbewerber gegen den amtierenden Bürgermeister Günter Maibach (CDU) feststeht, darf der Wahlkampf als eröffnet gelten. Vogel hat auch gleich einen ambitionierten Fahrplan aufgestellt - jeden Monat werde er nun ein Programmpapier vorlegen und auf diese Weise seinen Entwurf einer Politik für Bruchköbel Stück für Stück enthüllen. Während man sich in der CDU anlässlich Vogels Ankunft "betont gelassen" gibt (man darf dies auch als "gespannt aufmerksam" lesen, denn politisches Deutsch ist mitunter doppeldeutig), wirkt das Vogel-Lager offen angriffslustig. Jetzt der CDU den Bürgermeistersessel entreißen, oder aber für weitere sechs Jahre wieder nicht, so lautet die stramme Devise bei den örtlichen Sozialdemokraten wie auch bei dem zu diesem Zweck mit der SPD in Kooperation gegangenen Bruchköbeler Bürgerbund (BBB). Beide kreiden dem amtierenden Günter Maibach bekanntlich eine lange Liste von Vorwürfen an. Die reicht von dessen angeblich mangelhafter Informationspolitik bis hin zum angeblich erwiesenen Versagen bei den städtischen Finanzen. Bruchköbel, so wollen SPD und BBB Glauben machen, sei unter Maibach ohne Führung, und die städtische Entwicklung holpere und stolpere bloß so vor sich hin. Das wäre dann allerdings auch eine Folge der zersplitterten Mehrheiten im Parlament, wo auch kleine Beschlüsse immer wieder aufwendig ausverhandelt werden müssen und wo große Entwürfe, wie z.B. die Verabschiedung eines Haushaltes oder der Bau einer "Neuen Mitte", zu ganz und gar zähen Angelegenheiten geraten. Auch Dirk Vogel, so er denn die Wahl im November gewänne, würde sich vor diese Situation gestellt sehen. SPD und BBB haben im Parlament ebensowenig eine Mehrheit, wie die seit 2006 koalierenden, einander erstaunlich treuen CDU und Grüne. Der FDP mit ihren zwei Sitzen fällt damit theoretisch eine rechnerische Schlüsselposition zu, und man darf gespannt sein, auf was die kleine Fraktion sich irgendwann einlassen wird. Oder ob überhaupt.-
Der groben Kritik an der Politik des amtierenden Bürgermeisters will sich Maibachs CDU verständlicherweise nicht anschließen, und der Bürgermeister selbst natürlich erst recht nicht. In der CDU hat man sich offenbar zusammengesetzt und dabei beschlossen, den Gegner erst einmal kommen zu lassen. Man verweist vorrangig auf inzwischen sichtbar werdende Erfolge der Maibach-Ära. Wirkte der städtische Slogan "Bruchköbel baut" im Rahmen der stets mitgelieferten bunten Bilder anfangs noch ein wenig wie überspanntes Marketing, so kann Günter Maibach inzwischen auf einige erfolgreich durchgeführte Vorhaben verweisen. Dazu gehören die pünktlich gelungene Sanierung der Hauptstraße, die Entschärfung der Verkehrssituation vor dem Viadukt, die eben angelaufene Umgestaltung des Bahnhofsgeländes und hierbei nicht weniger als der Einbau einer komplett neuen Nord-Süd- Verkehrsachse. Und aktuell geht es nun um den Neubau der Kirlebrücke und die Einrichtung neuer Baugebiete im Osten, Norden und Süden der Stadt. Dieses rege Bauleben könnte sehr wohl an gute alte Bruchköbeler Zeiten erinnern, wenn es denn die CDU und Maibach verstehen würden, derartige Erfolge werbewirksam zu vermarkten. Aber jahrelang eingeschüchtert durch die listigen ex-CDU-Insider des BBB, scheint die CDU das selbstverständliche Werben in eigener Sache nahezu verlernt zu haben. Insofern könnte der Bürgermeisterwahlkampf für die CDU zu einem spannenden Seminar in neuer Selbstfindung werden - welches gelingen kann, oder auch nicht. Ob man aus der CDU heraus die Kraft finden wird, der SPD/BBB'schen "Operation Bürgermeistersturz" eine "Operation Phoenix" entgegenzustellen? Das politische Jahr 2013 wird in dieser Hinsicht ein Entscheidendes werden, und die Bürgermeisterwahl ist in diesem Sinne beileibe nicht nur die Entscheidung um eine Personalie.
(Bruchköbel/jgd) - Die beiden "großen" Kandidaten um das Bürgermeisteramt sind nun sichtbar: Nachdem Dirk Vogel (SPD) als Hauptwettbewerber gegen den amtierenden Bürgermeister Günter Maibach (CDU) feststeht, darf der Wahlkampf als eröffnet gelten. Vogel hat auch gleich einen ambitionierten Fahrplan aufgestellt - jeden Monat werde er nun ein Programmpapier vorlegen und auf diese Weise seinen Entwurf einer Politik für Bruchköbel Stück für Stück enthüllen. Während man sich in der CDU anlässlich Vogels Ankunft "betont gelassen" gibt (man darf dies auch als "gespannt aufmerksam" lesen, denn politisches Deutsch ist mitunter doppeldeutig), wirkt das Vogel-Lager offen angriffslustig. Jetzt der CDU den Bürgermeistersessel entreißen, oder aber für weitere sechs Jahre wieder nicht, so lautet die stramme Devise bei den örtlichen Sozialdemokraten wie auch bei dem zu diesem Zweck mit der SPD in Kooperation gegangenen Bruchköbeler Bürgerbund (BBB). Beide kreiden dem amtierenden Günter Maibach bekanntlich eine lange Liste von Vorwürfen an. Die reicht von dessen angeblich mangelhafter Informationspolitik bis hin zum angeblich erwiesenen Versagen bei den städtischen Finanzen. Bruchköbel, so wollen SPD und BBB Glauben machen, sei unter Maibach ohne Führung, und die städtische Entwicklung holpere und stolpere bloß so vor sich hin. Das wäre dann allerdings auch eine Folge der zersplitterten Mehrheiten im Parlament, wo auch kleine Beschlüsse immer wieder aufwendig ausverhandelt werden müssen und wo große Entwürfe, wie z.B. die Verabschiedung eines Haushaltes oder der Bau einer "Neuen Mitte", zu ganz und gar zähen Angelegenheiten geraten. Auch Dirk Vogel, so er denn die Wahl im November gewänne, würde sich vor diese Situation gestellt sehen. SPD und BBB haben im Parlament ebensowenig eine Mehrheit, wie die seit 2006 koalierenden, einander erstaunlich treuen CDU und Grüne. Der FDP mit ihren zwei Sitzen fällt damit theoretisch eine rechnerische Schlüsselposition zu, und man darf gespannt sein, auf was die kleine Fraktion sich irgendwann einlassen wird. Oder ob überhaupt.-
Der groben Kritik an der Politik des amtierenden Bürgermeisters will sich Maibachs CDU verständlicherweise nicht anschließen, und der Bürgermeister selbst natürlich erst recht nicht. In der CDU hat man sich offenbar zusammengesetzt und dabei beschlossen, den Gegner erst einmal kommen zu lassen. Man verweist vorrangig auf inzwischen sichtbar werdende Erfolge der Maibach-Ära. Wirkte der städtische Slogan "Bruchköbel baut" im Rahmen der stets mitgelieferten bunten Bilder anfangs noch ein wenig wie überspanntes Marketing, so kann Günter Maibach inzwischen auf einige erfolgreich durchgeführte Vorhaben verweisen. Dazu gehören die pünktlich gelungene Sanierung der Hauptstraße, die Entschärfung der Verkehrssituation vor dem Viadukt, die eben angelaufene Umgestaltung des Bahnhofsgeländes und hierbei nicht weniger als der Einbau einer komplett neuen Nord-Süd- Verkehrsachse. Und aktuell geht es nun um den Neubau der Kirlebrücke und die Einrichtung neuer Baugebiete im Osten, Norden und Süden der Stadt. Dieses rege Bauleben könnte sehr wohl an gute alte Bruchköbeler Zeiten erinnern, wenn es denn die CDU und Maibach verstehen würden, derartige Erfolge werbewirksam zu vermarkten. Aber jahrelang eingeschüchtert durch die listigen ex-CDU-Insider des BBB, scheint die CDU das selbstverständliche Werben in eigener Sache nahezu verlernt zu haben. Insofern könnte der Bürgermeisterwahlkampf für die CDU zu einem spannenden Seminar in neuer Selbstfindung werden - welches gelingen kann, oder auch nicht. Ob man aus der CDU heraus die Kraft finden wird, der SPD/BBB'schen "Operation Bürgermeistersturz" eine "Operation Phoenix" entgegenzustellen? Das politische Jahr 2013 wird in dieser Hinsicht ein Entscheidendes werden, und die Bürgermeisterwahl ist in diesem Sinne beileibe nicht nur die Entscheidung um eine Personalie.
kewelforever - 2013/04/29 08:01