22
Apr
2013

Vom blockierten zum regierten Bruchköbel

Kandidat Dirk Vogel betritt den Ring

(Bruchköbel/jgd) - Der neue Kandidat auf den Bürgermeistersitz, Dirk Vogel (SPD), hat sich am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. "Vom blockierten Bruchköbel zum regierten Bruchköbel", so lautet das erste der vier Hauptthemen seines Wahlkampfes, die ab nun im Rahmen seiner Wahlkampagne bekanntgegeben und diskutiert werden sollen. "Vier Zustandsbeschreibungen", so Dirk Vogel, werde er in den nächsten Monaten vornehmen, um dazu seine Vorschläge für das Bruchköbel der Zukunft zu machen: "Blockiertes Bruchköbel", "beliebiges Bruchköbel", "defizitäres Bruchköbel" und "alterndes Bruchköbel". Das werde einerseits bei Pressekonferenzen geschehen, andererseits wünscht sich der Kandidat eine breite Diskussion und politische Kommentierung dieser für Bruchköbel wichtigen Themen. Auf seiner neu eingerichteten Homepage werden die Themenpapiere zum Download bereitgestellt. Vogel zur Seite stehen gleich zwei Wahlkampfteams - das seiner eigenen Partei, der SPD, und das des Bruchköbeler Bürgerbundes BBB, der Dirk Vogel ebenfalls als seinen Kandidaten nominiert hat und deswegen sogar auf einen eigenen Kandidaten aus dem Umfeld der Freien Wähler verzichtet haben will.-

Woran es im derzeit "blockierten Bruchköbel" fehle, daran ließ Dirk Vogel keine Zweifel aufkommen. Der amtierende Bürgermeister Maibach agiere nicht als souveräner Bürgermeister, sondern reagiere nurmehr bloß auf das, was ihm entgegenkomme. Maibach sei nicht in der Lage, politische Kräfte und Bürger zusammenzuführen - mit der Folge, dass in Bruchköbel während dessen Amtszeit nur wenig vorangegangen sei. Als Beispiel nannte Vogel den Abbruch des "Neue-Mitte"-Prozesses. Die Kernursache für dieses Desaster des Vorjahres bestehe in der mangelhaften politischen Vorbereitung des Projektes. Die Verwaltungsführung sei mit einem unfertigen und fachlich wie politisch nicht geklärten Entwurf vor die Bürger getreten und habe so das Projekt in ihrem leichtsinnigen Vorgehen letztlich zum Kippen gebracht. Das Papier Vogels (Download unter: www.vogel2026.de) wird an der Stelle, wo es um Bürgerbeteiligung geht, richtig spannend: Die Bürgerbeteiligung dürfe nicht leichtfertig als Versprechen an den Bürger gehandelt werden, quasi als Ersatz für fehlende Mehrheiten im Parlament. Das Grundmuster einer laufenden Regierungsunfähigkeit aber sei permanenter Begleitumstand der Amtszeit Maibachs. Dieser habe erst seine Partei, dann seine Fraktion und schließlich seine Koalition gespalten. Deshalb habe man nun "Bruchköbeler Verhältnisse 2013", die dazu geführt hätten, dass die Stadt keine handlungsfähige Regierung mehr besitze, wie sie in anderen Städten vergleichbarer Größe üblich und notwendig sei.-

Bruchköbel aber stehe nun vor wichtigen Entscheidungen. Will es eine "Schlafstadt" sein, die den Bürger nur möglichst minimale Leistungen anbietet - oder sollte eine moderne Kleinstadt nicht vielmehr darauf setzen, eine selbstbewusste, eigenständige Rolle im Rhein-Main-Gebiet wahrzunehmen? Letztere Strategie, so Dirk Vogel, sei der erfolgversprechendere Weg. Dirk Vogel nennt diese Strategie provokant "Bruchköbel 2026" - um darauf hinzuweisen, dass er am im Jahre 2003 verabschiedeten Leitbildprozess "Bruchköbel 2025" ansetzt und nach seiner Wahl einen bewussten Schritt weitergehen will.

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