18
Jun
2009

Dämpfer für Bahnhofsgelände-Umbau

Auch Neues zum Mobilfunk

Bruchköbel – Nach der letzten städtischen Bauausschuss-Sitzung hatte es den Anschein, als könne der Umbau des Bruchköbeler Bahnhofsgeländes ab nun seinen planungs- und baurechtlichen Weg gehen. War der Ausschuss doch mehrheitlich zum Schluss gekommen, dass das Planungsverfahren nun auf den Weg zu bringen sei.

Das Gebiet vor dem Bahnhof wie auch besonders der Zustand der oberhalb des Bahnhofsgeländes verlaufenden Höhenstraße sind seit über einem Jahr Gegenstand von Beratungen. Was jedenfalls festzustehen scheint, ist der inzwischen bedenklich erscheinende Zustand des Höhenstraßen-Hanges. Auf der durch jahrzehntelangen Bus-Schwerverkehr frequentierten Fahrbahn der Höhenstraße zeigen sich seit einiger Zeit Risse, die zwar oberflächlich repariert wurden, jedoch auf ein über die Jahrzehnte in Gang gekommenes schleichendes Abrutschen des Hanges hindeuten. Dies war bereits vor einem Jahr durch einen Bauingenieur in einer Bürgerversammlung im Bürgerhaus erläutert worden.

Die Absicht, die Sanierung der Höhenstraße und den Umbau des Bahnhofsgeländes in einer zusammenhängenden Maßnahme durchzuführen, lag aus Sicht der Magistratsspitze nahe. Nach dieser Planung soll die Höhenstraße in Zukunft ab der oberen Brücke, in beide Richtungen befahrbar, nach unten vor den Bahnhof führen und von dort weiter zum neuen Kreisel Bahnhofstraße/Hammersbacher Straße. Auf diese Weise wäre eine Durchgangsstrecke für Fahrten zum Bahnhof aus Nord- wie aus Südrichtung geschaffen. So jedenfalls die bisherigen Vorstellungen der Verwaltungsspitze.

Nun aber wurden in der letzten Stadtverordnetensitzung die Weichen noch einmal zurück in Richtung Beratung gestellt. Dies auf Antrag der SPD-Fraktion, die das gesamte Vorhaben noch einmal erörtert sehen möchte. Gründe u.a.: Man bezweifelt nunmehr die Notwendigkeit der geplanten Umbaumaßnahmen am Bahnhof. Belastbare Erhebungen zur zukünftig stärkeren Nutzung des Bahnhofes seien nicht vorgelegt worden. Im Gegenteil sei damit zu rechnen, dass durch die Einführung einer Buslinie zum Wilhelmsbader Bahnhof sogar ein Rückgang der Nutzerzahlen eintreten werde. Angezweifelt wird auch die Notwendigkeit, ein Parkhaus zu bauen. Und die zunächst behauptete Förderung durch das Land Hessen betrage wohl doch nicht 70, sondern nur 50 Prozent der Gesamtkosten. Dem Ansinnen der SPD assistierte auch CDU-Fraktionssprecher Keim: man müsse auch die Gründflächen vor dem Bahnhof beachten, außerdem sei zu dem Thema eine Bürgerbeteiligungsversammlung nötig.

Stadtrat Ringel verwies vergeblich auf die bereits vorliegenden Informationen der Planungsbüros. Mit Ausnahme der Grünen stimmten am Ende alle Fraktionen für die nochmaligen Beratungen.

Etwas Neues gibt es zur Umsetzung der seit einem Jahr in Kraft gesetzten Mobilfunk-Senderstandortplanung zu vermelden. So stehe jetzt der Rückbau des Sendeturms am Sportplatz-Süd fest, wie der erste Stadtrat mitteilte. Dieser Sendemast werde verschwinden, der Abbau soll bis Ende des Jahres vollzogen sein. Ein Ersatzstandort, durch den in Zukunft die Versorgung des südlichen Bruchköbeler Stadtgebietes auf gleichem Niveau sichergestellt werden kann, ist noch nicht in Rede. Für die Versorgung der nördlichen Bruchköbeler Stadtbereiche ist man dagegen mit Mobilfunkfirmen im Gespräch. Konkret geht es um zwei neue Sendetürme. Einer soll nördlich der Fechenmühle aufgerichtet werden, ein weiterer nordwestlich des Niederissigheimer Wilhelm-Busch-Rings.

Für das gewerbliche Baugebiet im Lohfeld wurde eine Verkaufspreisstaffel festgelegt: Grundstücke unter 150 qm sollen danach 130 Euro/qm kosten, bei 5000 bis 10.000 qm etwa zahlt man 100 Euro. Desgleichen stehen auch die Preise für das Wohnbaugebiet „Am Kuhweg“ fest: 280 bzw. 250 Euro kostet hier der qm je nach Lage.

(ARCHIV / veröff. im "Bruchköbeler Kurier" v. 10.6.09)

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