Eine dicht verzweigte Partymeile
Bruchköbeler feierten ihr Hof- und Gassenfest
Von Jürgen Dick
Bruchköbel - Strahlendes Wetter, strahlende Gesichter – die Voraussetzungen für ein Hof- und Gassenfest der sommerlichen Sorte konnten besser nicht sein, als Bürgermeister Michael Roth und die Vorsitzende der Kulturvereins „Wundertüte“, Ela Jehnert, am frühen Freitagabend auf der Bühne im Neuen Spielhaus das 17. Hof- und Gassenfest eröffneten.

Rund 15 Höfe hatten ihre Teilnahme angekündigt, gaben Raum für Gäste auf der Suche nach „Hausmacher“ und Spezialitäten aus der privaten Küche, und viele der Teilnehmer lieferten darüber hinaus auch noch musikalische Veranstaltungsprogramme.

Eintritt wurde keiner erhoben, die Finanzierung funktionierte über den Verkauf von Speis und Trank. Das ist das Rezept, auf dessen Basis der besondere Flair des Hof- und Gassenfestes entsteht. Der historische Ortskern als eng verzweigte Partymeile, zum Schwofen und Entdecken.

Die herausragenden musikalischen Veranstaltungen spielten sich im innersten Kernstadtbereich ab, wo sich die Besucher am Freitag- und Samstagabend für Stunden im Trubel rund um die vielen provisorischen Bühnen verlieren konnten.

Einen Eckpfeiler dieses „Bermuda-Dreiecks“ bildete, auf der östlichen Hauptstraße, die Firma Volker Meyer Augenoptik, wo niemand Geringeres als die Hanauer Lokalmatadore von „Gina“ auftraten, und wo „Groofish“ ein grooviges Sommer-Sonne-Laune Programm abgeliefert haben, so perfekt fröhlich wie in einem Werbespot für Caipirinhas (die es übrigens nebenan zu erstehen gab).

Ein gleichfalls rockpoppig ausgerichtetes Programm hatte der Hof Kellner im hintersten Zipfel des Heeggrabens anzubieten.

Hier sorgten „Lakehurst“ und „Rocktober“ für Dampf, letztere im Joe-Cocker-Stil und, zum Beispiel, mit einer wohl bis auf weiteres unerreichten heavy-depression- Version des alten Klassikers „Locomotive Breath“ im Repertoire.

Dazu im Kontrast: das anspruchsvolle Jazz-Piano im Hof Lohfink, wo mit Yelena Jurayeva eine Virtuosin auftrat, die demnächst wieder zum „Jazz auf dem Bauernhof“ nach Bruchköbel kommt.

Und im westlichen Teil der Hauptstraße wiederum wartete der Hof Leistner („Zum Löwen“) mit seinem seit vielen Jahren beliebten Kontrastprogramm auf. Den musisch tätigen Vereinen der Stadt, wie z.B. dem Volkschor, dem Akkordeonorchester oder den Freiwilligen Feuerwehren inclusive ihrer Jugendabteilungen bot sich hier Gelegenheit zu Auftritten unter Freunden.

Und mittendrin in der Kernstadt, im Hof des Neuen Spielhauses, veranstaltete der Kulturverein „Wundertüte“ wieder sein Programm mit der Betonung auf Vielfalt: Hessischer Mundart-Blues, Jazz und Rockjazz gehörten dazu. Spätestens als sich die Band mit dem nicht leicht vermittelbaren Namen „The Pig that fell over“ mit ihren irischen Traditionals in die Herzen der Zuhörer zu spielen begann, waren auch die letzten Zuhörer gewonnen.

Und es gab, wie in den „Wundertüte“-Programmen üblich, wieder mal einen Geheimtip zu entdecken: „Los Amigos“, eine Gruppe, die einen Mix aus südamerikanischen Klängen mit klassischen Evergreen-Stücken verbindet, wurden beinahe nicht mehr von der Bühne gelassen.
Die „Wundertüte“ wagt es immer wieder, auch wenig bekannte Bands einzuladen; und manche Entdeckung der vergangenen Jahre hat man dann später noch öfter in Bruchköbel gesehen.

Den zahlreichen freiwilligen Helfern, die sich bei den Wundertütlern eingefunden hatten, um die Veranstaltung und den über weite Strecken großen Andrang zu bewältigen, stand zwar bisweilen der Schweiss im Gesicht, aber eben auch das Strahlen über das Gelingen der Veranstaltung.

„Wir haben uns wieder riesig über die vielen Mithelfer gefreut, die in jedem Jahr buchstäblich aus allen Löchern zu kriechen scheinen, um uns zu unterstützen“, so K.D. Schuster, seines Zeichens „alter Hase“ des Vereins.

Für den Aufbau war sogar eine Truppe Bruchköbeler Jugendlicher eingetroffen, die, ruck-zuck, das mit den Biergarnituren zu erledigen halfen, und die sich auch nicht beim Abbau lumpen ließen.

„Auf die Keweler Jugend ist eben Verlaß“, so Schuster. Übrigens hatte die „Wundertüte“ diesmal bewusst auf den finanziell riskanten „Top Act“ auf dem Freien Platz verzichtet, was sich insgesamt positiv auf den Andrang in den Höfen ausgewirkt haben dürfte.

Von Jürgen Dick
Bruchköbel - Strahlendes Wetter, strahlende Gesichter – die Voraussetzungen für ein Hof- und Gassenfest der sommerlichen Sorte konnten besser nicht sein, als Bürgermeister Michael Roth und die Vorsitzende der Kulturvereins „Wundertüte“, Ela Jehnert, am frühen Freitagabend auf der Bühne im Neuen Spielhaus das 17. Hof- und Gassenfest eröffneten.

Rund 15 Höfe hatten ihre Teilnahme angekündigt, gaben Raum für Gäste auf der Suche nach „Hausmacher“ und Spezialitäten aus der privaten Küche, und viele der Teilnehmer lieferten darüber hinaus auch noch musikalische Veranstaltungsprogramme.

Eintritt wurde keiner erhoben, die Finanzierung funktionierte über den Verkauf von Speis und Trank. Das ist das Rezept, auf dessen Basis der besondere Flair des Hof- und Gassenfestes entsteht. Der historische Ortskern als eng verzweigte Partymeile, zum Schwofen und Entdecken.

Die herausragenden musikalischen Veranstaltungen spielten sich im innersten Kernstadtbereich ab, wo sich die Besucher am Freitag- und Samstagabend für Stunden im Trubel rund um die vielen provisorischen Bühnen verlieren konnten.

Einen Eckpfeiler dieses „Bermuda-Dreiecks“ bildete, auf der östlichen Hauptstraße, die Firma Volker Meyer Augenoptik, wo niemand Geringeres als die Hanauer Lokalmatadore von „Gina“ auftraten, und wo „Groofish“ ein grooviges Sommer-Sonne-Laune Programm abgeliefert haben, so perfekt fröhlich wie in einem Werbespot für Caipirinhas (die es übrigens nebenan zu erstehen gab).

Ein gleichfalls rockpoppig ausgerichtetes Programm hatte der Hof Kellner im hintersten Zipfel des Heeggrabens anzubieten.

Hier sorgten „Lakehurst“ und „Rocktober“ für Dampf, letztere im Joe-Cocker-Stil und, zum Beispiel, mit einer wohl bis auf weiteres unerreichten heavy-depression- Version des alten Klassikers „Locomotive Breath“ im Repertoire.

Dazu im Kontrast: das anspruchsvolle Jazz-Piano im Hof Lohfink, wo mit Yelena Jurayeva eine Virtuosin auftrat, die demnächst wieder zum „Jazz auf dem Bauernhof“ nach Bruchköbel kommt.

Und im westlichen Teil der Hauptstraße wiederum wartete der Hof Leistner („Zum Löwen“) mit seinem seit vielen Jahren beliebten Kontrastprogramm auf. Den musisch tätigen Vereinen der Stadt, wie z.B. dem Volkschor, dem Akkordeonorchester oder den Freiwilligen Feuerwehren inclusive ihrer Jugendabteilungen bot sich hier Gelegenheit zu Auftritten unter Freunden.

Und mittendrin in der Kernstadt, im Hof des Neuen Spielhauses, veranstaltete der Kulturverein „Wundertüte“ wieder sein Programm mit der Betonung auf Vielfalt: Hessischer Mundart-Blues, Jazz und Rockjazz gehörten dazu. Spätestens als sich die Band mit dem nicht leicht vermittelbaren Namen „The Pig that fell over“ mit ihren irischen Traditionals in die Herzen der Zuhörer zu spielen begann, waren auch die letzten Zuhörer gewonnen.

Und es gab, wie in den „Wundertüte“-Programmen üblich, wieder mal einen Geheimtip zu entdecken: „Los Amigos“, eine Gruppe, die einen Mix aus südamerikanischen Klängen mit klassischen Evergreen-Stücken verbindet, wurden beinahe nicht mehr von der Bühne gelassen.

Die „Wundertüte“ wagt es immer wieder, auch wenig bekannte Bands einzuladen; und manche Entdeckung der vergangenen Jahre hat man dann später noch öfter in Bruchköbel gesehen.

Den zahlreichen freiwilligen Helfern, die sich bei den Wundertütlern eingefunden hatten, um die Veranstaltung und den über weite Strecken großen Andrang zu bewältigen, stand zwar bisweilen der Schweiss im Gesicht, aber eben auch das Strahlen über das Gelingen der Veranstaltung.

„Wir haben uns wieder riesig über die vielen Mithelfer gefreut, die in jedem Jahr buchstäblich aus allen Löchern zu kriechen scheinen, um uns zu unterstützen“, so K.D. Schuster, seines Zeichens „alter Hase“ des Vereins.

Für den Aufbau war sogar eine Truppe Bruchköbeler Jugendlicher eingetroffen, die, ruck-zuck, das mit den Biergarnituren zu erledigen halfen, und die sich auch nicht beim Abbau lumpen ließen.

„Auf die Keweler Jugend ist eben Verlaß“, so Schuster. Übrigens hatte die „Wundertüte“ diesmal bewusst auf den finanziell riskanten „Top Act“ auf dem Freien Platz verzichtet, was sich insgesamt positiv auf den Andrang in den Höfen ausgewirkt haben dürfte.

kewelforever - 2006/07/18 19:20