22
Dez
2011

Tempo für die „Neue Mitte“

Projekt geht in die entscheidende Phase

Bruchköbel – Das Projekt „Neue Mitte“, die Umgestaltung des Rathaus-Areals, ist auf den Weg gebracht. Die Stadtverordneten stimmten mehrheitlich dafür, einen Investorenwettbewerb durchzuführen. Am Ende soll ein unterschriftsreifer Vertrag herauskommen. Damit geht es in Sachen „Neue Mitte“ nun in die entscheidende Phase. Und es könnte schnell gehen. Ein Vorteil der nun beschlossenen Vorgehensweise soll nämlich darin bestehen, daß man schon innerhalb von 12 Monaten zu einem positiven Abschluß mit dem dann gefundenen Investor kommen könnte. Ein weiterer Kernpunkt des nun gefundenen Weges über den Investorenwettbewerb ist, daß die Stadt die nötigen zentralen Grundstücke an den Investoren verkauft. Andere denkbare Wege, etwa über einen „Wettbewerblichen Dialog“ wie in Hanau und Nidderau, hatte man verworfen. Man wäre dann gezwungen gewesen, den Umbau der Stadtmitte europaweit auszuschreiben, und das Verfahren hätte sich über längere Zeit hingezogen. Und hätte Bruchköbel das Projekt gar in eigener Regie stemmen wollen, so wären umfangreiche Planungsleistungen und der frühe Einsatz eigenen Kapitals notwendig geworden - ein finanziell risikoreicher Weg.

Vor Jahresfrist war bereits im Rahmen einer Machbarkeitsstudie festgestellt worden, daß für das Bruchköbeler Zentrum Handlungsbedarf besteht. Da ist etwa die Sanierungsbedürftigkeit des Rathausgebäudes und des Parkdecks. Besonders im Rathaus müßte energetisch und bautechnisch saniert werden. Für das Rathaus müssten über 5 Millionen Euro investiert werden. Weiterhin gebe es im Stadtzentrum eine Nachfrage nach zusätzlichen Flächen für soziale Nutzungen, für Geschäftsräume und Arztpraxen. Und der Supermarkt im Zentrum sei an zusätzlicher gewerblicher Fläche interessiert. Insgesamt mache also eine generelle Neustrukturierung Sinn. Die nun beschlossene Lösung lautet also: Anstatt das alte Rathaus zu sanieren, soll auf dem Gelände ein völlig neuer Gebäudekomplex aufgebaut werden. Die Stadtverwaltung zieht dann in neue, moderne Räumlichkeiten ein - nicht mehr als Besitzer, sondern als Mieter.

Und in unmittelbarer Nachbarschaft würde als Ersatz für das in die Jahre gekommene Seniorenzentrum ein Mehrgenerationenhaus eingerichtet. Die Gründung solcher Häuser wird seit einiger Zeit von der Regierung unterstützt. Sie bieten Rat und Hilfe etwa bei Fragen zu Pflege und Betreuung Demenzkranker. Betroffene und Angehörige finden in Mehrgenerationenhäusern Unterstützung. Parallele Angebote für Kinder und flexible Formen der Kinderbetreuung sollen Familien, insbesondere aber auch Alleinerziehenden bei der Bewältigung der täglichen Herausforderungen helfen. Auch Rand- und Notzeitenbetreuung sind für Mehrgenerationenhäuser charakteristisch. Weitere Flächen in dem am Ende wie auch immer gearteten neuen Komplex sollen dann für Gewerbebüros, neue Geschäfte und Arztpraxen zur Verfügung stehen. Das gesamte Projekt wird auf bis zu 30 Millionen Euro beziffert. Die „Neue Mitte“ im Ortskern könnte also schon bald in völlig neuem Glanz erstrahlen.

(Archiv / veröff. im "Bruchköbeler Kurier" v. 22.12.2011)

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