10
Sep
2010

Pläne für kleines Einkaufszentrum

Bruchköbel – Auf dem neuen Gewerbe-Baugebiet „Im Lohfeld“ zeichnet sich eine interessante Veränderung ab. Am vergangenen Dienstag stellte das Bauamt im zuständigen Ausschuss für Bau, Umwelt und Verkehr des Stadtparlamentes neue Pläne vor, die eine Erweiterung des bisherigen Lohfeld-Baugebietes zum Ziel haben. Auf eigens neu zu erschließenden Flächen nördlich und westlich des Tegut-Marktes soll eine Art kleines Einkaufszentrum entstehen. Ein Investor ist an der Fläche interessiert und will dort nach den Worten des Ersten Stadtrates Uwe Ringel Einzelhandelsgebäude errichten lassen.

Eine noch unverbindliche Planskizze wurde am Dienstag im Rathaussaal vorgeführt. Darauf wurden vier Gebäudeflächen gezeigt, dazwischen über hundert neue Parkplätze. Zusammen mit dem ohnehin stark frequentierten Tegut-Markt könnte sich ein neues kleines Einkaufszentrum ergeben. Der Investor will dort nach gegenwärtigem Stand zum Beispiel ein Schuhgeschäft, eine Drogerie, eine Apotheke, ein Bekleidungsgeschäft und ein Blumengeschäft ansiedeln.

Die Verkehrsfrage der Gewerbegebiets-Erweiterung gestaltet sich auf der Planübersicht allerdings als eher umständlich gelöst. Die Stichstraße zum Tegut-Markt würde verlängert und entlang des heutigen äußeren Randes des Tegut-Parkplatzes sowie ein Stück parallel zur Landesstraße geführt werden, um in den Parkplatzbereich des neu zu erschließenden Geschäftskomplexes zu münden.

Probleme könnte allerdings die schon früher als zu eng kritisierte kurze Zufahrtsstraße vor dem Tegut-Markt bereiten. Vor Jahren schon ist der dort eher nur symbolisch vorhandene, weil zu schmale Fußgängerweg Gegenstand der Kritik gewesen. Die Zufahrt ist ein Nadelöhr, das insbesondere für Fußgänger Risiken birgt. Stadtrat Ringel sagte dazu aber am Dienstag, dass eine angrenzende Firma die nötigen Quadratmeter bereitstellen werde, die eine Verbreiterung des Gehweges ermöglichen.

Bei den Vertretern der Fraktionen fielen die Reaktionen auf die neuen Pläne dennoch gemischt aus. Perry von Wittich (SPD) etwa fragte an, wie sich die zusätzliche Ansiedlung von Einzelhandel im Außenbereich mit dem lange angekündigten Konzept einer Aufwertung der Innenstadt vertrage. Die Ansiedlung weiterer Einzelhandelsgeschäfte vor dem Viadukt könnte nach seiner Ansicht zu Lasten des Gewerbes im Kernstadtbereich gehen.

Für die CDU äußerte sich Rainer Keim zustimmend. Er wies darauf hin, dass es sich bei den Grundstücken nicht gerade um „Filetstücke“ handele. Diese dennoch an den Mann zu bringen, sei also grundsätzlich als Erfolg zu werten.

Gerd Jesse (FDP) signalisierte für seine Fraktion ebenfalls Zustimmung, denn eine Aufwertung des Einzelhandelsangebotes vor dem Viadukt bilde ein Gegengewicht zu dem neuen „Coloneo“-Märktezentrum in Hanaus Norden, das nach Jesses Ansicht einige Kaufkraft aus Bruchköbel abgezogen habe.

Am Ende zeigten sich die Fraktionen SPD und BBB gegenüber dem Projekt skeptisch und enthielten sich der Stimme. Es ergab sich ein nur knappes Votum für die Empfehlung an die Stadtverordnetenversammlung, der Erschließung der neuen Gewerbeflächen zuzustimmen.

(Archiv / Veröffentlicht am 9.9.2010 im "Bruchköbeler Kurier")

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