10
Okt
2009

Nutzung des Alten Rathauses in der Diskussion

FDP: Gesamtkonzept fehlt

Bruchköbel – Die CDU-Fraktion hatte zur letzten Stadtverordnetensitzung zwei Anträge zur Nutzung des Alten Rathauses und dessen Umfeldes gestellt – diese kamen den anderen Fraktionen jedoch zu früh. Sie wurden von der Mehrheit der Versammelten eher als Beitrag zu den Diskussionen über das zukünftige Bild des Stadtzentrums angesehen.

Dabei ging es beispielsweise um eine Umnutzung des ehemaligen Obsthaus-Pavillons neben dem alten Rathaus. Das Gebäude, das sich im Besitz der Stadt befindet, steht seit einigen Jahren leer. Die CDU wollte nun durch den Magistrat prüfen lassen, ob sich der Pavillon als „Bürgerbüro“ eigne. Den früher für das „Bürgerbüro“ in Betracht gezogenen Umbau des Rathaus-Empfangsbereiches sieht die CDU wegen der prekären Haushaltslage inzwischen kritisch.

Das ehemalige Obsthaus sei dagegen bestens geeignet, da es ebenerdig zu erreichen sei, Parkplätze und Bushaltestelle stünden zur Verfügung, so die CDU. Dieser Ansicht widersprachen jedoch die anderen Parteien und lehnten ab. Denn zunächst müsse ein Gesamtkonzept für die Neugestaltung des Bereichs Altes Rathaus her, so urteilte etwa Gerd Jesse (FDP). Alexander Rabold (BBB) meinte, es habe keinen Sinn, das Rathaus auseinanderzugliedern. Der Erste Stadtrat Uwe Ringel bezweifelte, ob das lediglich 36 qm umfassende Gebäude überhaupt geeignet sei, es fehlten ausreichend Parkplätze, das Gebäude habe auch keine Heizung. -

Mit einem weiteren Antrag zum Alten Rathaus wollte die CDU den Magistrat prüfen lassen, ob sich das noch im Alten Rathaus befindliche Heimatmuseum als Trauzimmer eigne. Die Besorgnis der Christdemokraten: Viele Bruchköbeler Brautpaare zögen es vor, im Hanauer Schloss Philippsruhe oder im historischen Langenselbolder Rathaus zu heiraten. Mit dem Alten Rathaus im Ortskern könne die Stadt also eine Angebotslücke schließen.

Gleichzeitig schlug die CDU vor, die alte Gaststätte im Rathaus, für die sich offenbar kein Pächter auftreiben lässt, nunmehr auszuräumen und in einen Veranstaltungsraum für Vereine umzubauen. Diese Idee griff auch die Fraktion der SPD auf und brachte die Nutzung zum Beispiel auch für Jugendarbeit in die Diskussion. Letztlich kam ein Änderungsantrag der FDP zum Tragen – deren Sprecher Jesse mahnte nämlich abermals an, zunächst ein Gesamtkonzept für das Rathaus zu erarbeiten, bevor Einzelfallentscheidungen getroffen werden.

(Veröffentlicht im "Bruchköbeler Kurier" v. 1.10.2009)

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