18
Jun
2009

Neue Konzession vergeben

Hanauer Straßenbahn beendet Busverkehr nach Bruchköbel

Bruchköbel – Die Stadtverordneten haben inzwischen dem Abschluss eines neuen Vertrages für die Sicherstellung der Buslinie nach Hanau zugestimmt. Der neue Fahrplan, der rund 200.000 Euro jährliche Einsparungen bringen soll, wurde in der Sitzung der Stadtverordneten auch verhalten kritisiert, weil es Fahrzeit-Ausdünnungen gebe. Doch wurde auch die neue Einrichtung einer direkten Linie zum Wilhelmsbader Bahnhof begrüsst. - Als Ergebnis einer Ausschreibung war eine Arbeitsgemeinschaft verschiedener Buslinienbetreiber als günstigster Bieter für die Buslinie MKK33 herausgekommen.

Der neue Vertrag mit der Kreisverkehrsgesellschaft ist formal seit 1. Juni in Kraft. Die bisher den Bruchköbelern vertraute Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) hatte bei diesem Wettbewerb nicht mehr mitgeboten und beendet als Konzessionärin die Bedienung der Buslinie zwischen Bruchköbel und Hanau. Die über mehrere Jahrzehnte gewohnte Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bruchköbel, der HSB und seit Gründung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig (KVG) geht damit für diese Buslinie zu Ende. Seit Oktober 1950 bediente die HSB von Hanau aus den heutigen Bruchköbeler Stadtteil Roßdorf. Die Linien nach Bruchköbel wurden dabei immer als zum Grundnetz der Stadt Hanau gehörig betrachtet. Mit Einführung des RMV setzte allmählich ein Wandel ein. Das Land Hessen setzte auf den Wettbewerb im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), und neue Kriterien wurden verpflichtend: Wenn eine Kommune eine ÖPNV-Leistung wünscht, muss sie diese bestellen und bezahlen.

Der Wettbewerb im ÖPNV war am Ende ausschlaggebend dafür, dass sich die HSB nicht mehr für die Ausschreibung der Konzession zwischen Bruchköbel und Hanau bewerben wollte. Die EU-Kriterien lassen bei Stadtverkehren wie in Hanau eine Wiederbeauftragung ohne Ausschreibung zu. Dazu gehört, sich hauptsächlich auf das eigene Stadtgebiet zu beschränken. Um die Vergabe des städtischen Busnetzes an ihr Busunternehmen nicht zu gefährden, entschloss sich die Stadt Hanau, die Bedienung zwischen Bruchköbel und Hanau nach Ablauf der Konzession am 31. Mai 2009 zu beenden.

Für die Fahrgäste, so heisst es, bleibe dennoch zunächst weitgehend alles beim Alten. Denn es sind weiter die rot-gelben Busse der HSB im gewohnten Fahrplan und mit dem elektronischen Bezahlsystem „get in“ zwischen Hanau und Bruchköbel unterwegs. Die HSB unterstützt die neue Arbeitsgemeinschaft Heuser/Rack/Stroh bis November 2009 sogar mit Fahrpersonal. „Wir helfen dem neuen Konzessionsinhaber der Linie MKK-33 gerne, bis seine bestellten neuen Busse in Betrieb gehen können“, versichert Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky als HSB-Aufsichtsratsvorsitzender. Er schränkt allerdings ein: „ Das ist in diesem Umfang nur für einen begrenzten Zeitraum möglich.“ Denn spätestens im November 2009 gehen mehrere Fahrer der HSB in Altersteilzeit, so dass die HSB ab diesem Zeitpunkt kein Personal mehr für die Linie MKK-33 bereit stellen kann. „Diese Unterstützung der Stadt Hanau unterstreicht nochmals die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hanau und der Stadt Bruchköbel im Bereich Busverkehre in den vergangenen 50 Jahren", stellt Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach fest. Da mit dem neuen Anbieter kein Unbekannter in der Region die Nachfolge der HSB antrete, ist sich Bürgermeister Maibach „sicher, dass der Übergang reibungslos erfolgen wird“. Schließlich fahre mit der Firma Rack einer der drei Konsorten nun schon seit mehreren Jahren die Linie 30 in Bruchköbel und habe sich als Dienstleister rund um den Busverkehr über die Jahre bewährt.

(ARCHIV / veröff. im "Bruchköbeler Kurier" v. 18.6.09)

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