Windmühlen für Rossdorf?
Thema in Stadtverordnetensitzung
Bruchköbel – Durch einen gemeinsamen Beschluss der Versammlung der Stadtverordneten will der Bruchköbeler Bürgerbund (BBB) erreichen, dass der Bau von Windkraftanlagen in der Nähe von Rossdorf unterbleibt. Die Stadt Bruchköbel soll sich förmlich gegen die Errichtung von Windkraftanlagen in ihrer Gemarkung aussprechen.
Mitglieder des Bürgerbundes wollen erfahren haben, dass ein Betreiber von Windkraftanlagen derzeit darum bemüht ist, mit Landwirten für Standorte im Westen von Roßdorf Nutzungsverträge zur Errichtung von Windkraft-Rotoren abzuschließen. Insgesamt sechs Windmühlen sollen angeblich in der Roßdorfer Gemarkung errichtet werden. Drei solcher Verträge sollen bereits abgeschlossen worden sein, behauptet man nun beim BBB.
Für die Errichtung von Windkraftanlagen gelte jedoch die Voraussetzung, daß eine Baugenehmigung und damit das Einvernehmen der Stadt vorliegen müsse. BBB-Fraktionssprecher Alexander Rabold hofft auf eine interfraktionelle Zusammenarbeit, um den angeblich drohenden Windmühlenbau abzuwenden. Schließlich hätte sich die CDU zur letzten Kommunalwahl und zuletzt auch Bürgermeister Günter Maibach uneingeschränkt gegen Windkrafträder ausgesprochen. CDU und Bürgermeister „würden daher sicherlich jetzt den Antrag unterstützen und ihren Worten Taten folgen lassen“, ist man beim BBB optimistisch über die Erfolgsaussicht der eigenen Antragsvorlage.
Gleichzeitig möchte man sich nicht die Aufgeschlossenheit gegenüber umweltfreundlicher Energiegewinnung absprechen lassen. Auch die Windkraft könne dafür einen Beitrag leisten, aber natürlich nur dort, wo der Wind auch richtig wehe und eine wirtschaftlich vernünftige Nutzung ermögliche, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gisela Klein. Das aber sei in der Gemarkung von Bruchköbel nicht der Fall. Vielmehr seien im hiesigen Verdichtungsraum Windkraftanlagen für die Natur unverträglich, es werde das Landschaftsbild und der Naherholungswert nachhaltig gestört und auch den Zielen und Grundsätzen des Naturschutzes zuwidergehandelt.
Für das Umland von Roßdorf würde der Bau eines Windparks mit sechs möglicherweise bis zu 200 m hohen Windrädern die Zerstörung des ländlichen Charakters bedeuten, auch werde der Wert von Wohngrundstücken sinken. Schließlich stelle ein Windpark eine industrielle Anlage zur Energieerzeugung dar, und das Landschaftsbild erhalte durch die Windräder eine „industrieparkartige Prägung“.
Treffen die Behauptungen des BBB zur jüngsten Entwicklung zu, dann könnte das Thema wie in der Nachbargemeinde Schöneck zum Politikum werden. Auch in Bruchköbel war es früher bereits zu Diskussionen um das Thema gekommen.
Beim Abschluss ihres Kooperationsvertrages im Frühjahr 2006 hatten CDU und Grüne eine Errichtung bei Roßdorf befürwortet, einen zweiten Standort in Richtung Erlensee aber abgelehnt. Diese möglichen Standorte waren zuvor im Zuge der Diskussionen um den Regionalen Flächennutzungsplan bekannt geworden.
Von Interesse wird also mittelfristig sein, was im Regionalen Flächennutzungsplan festgeschrieben wird. Die regionale Planungsversammlung von rund 75 Kommunen des Rhein-Main-Gebietes wird Festlegungen über Nutzflächen und damit eben auch über Standorte für Windkraftanlagen vornehmen.
Die einmal gefassten Beschlüsse sind dann für die beteiligten Kommunen bis ins Jahr 2020 als verbindlich anzusehen. Eine im Internet einsehbare Karte des Regionalverbandes (www.planungsverband.de) sieht für die Errichtung von Windrädern bis heute die erwähnten Flächen etwa 1,5 km westlich von Rossdorf sowie zwischen Bruchköbel und Erlensee vor.
Bruchköbel – Durch einen gemeinsamen Beschluss der Versammlung der Stadtverordneten will der Bruchköbeler Bürgerbund (BBB) erreichen, dass der Bau von Windkraftanlagen in der Nähe von Rossdorf unterbleibt. Die Stadt Bruchköbel soll sich förmlich gegen die Errichtung von Windkraftanlagen in ihrer Gemarkung aussprechen.
Mitglieder des Bürgerbundes wollen erfahren haben, dass ein Betreiber von Windkraftanlagen derzeit darum bemüht ist, mit Landwirten für Standorte im Westen von Roßdorf Nutzungsverträge zur Errichtung von Windkraft-Rotoren abzuschließen. Insgesamt sechs Windmühlen sollen angeblich in der Roßdorfer Gemarkung errichtet werden. Drei solcher Verträge sollen bereits abgeschlossen worden sein, behauptet man nun beim BBB.
Für die Errichtung von Windkraftanlagen gelte jedoch die Voraussetzung, daß eine Baugenehmigung und damit das Einvernehmen der Stadt vorliegen müsse. BBB-Fraktionssprecher Alexander Rabold hofft auf eine interfraktionelle Zusammenarbeit, um den angeblich drohenden Windmühlenbau abzuwenden. Schließlich hätte sich die CDU zur letzten Kommunalwahl und zuletzt auch Bürgermeister Günter Maibach uneingeschränkt gegen Windkrafträder ausgesprochen. CDU und Bürgermeister „würden daher sicherlich jetzt den Antrag unterstützen und ihren Worten Taten folgen lassen“, ist man beim BBB optimistisch über die Erfolgsaussicht der eigenen Antragsvorlage.
Gleichzeitig möchte man sich nicht die Aufgeschlossenheit gegenüber umweltfreundlicher Energiegewinnung absprechen lassen. Auch die Windkraft könne dafür einen Beitrag leisten, aber natürlich nur dort, wo der Wind auch richtig wehe und eine wirtschaftlich vernünftige Nutzung ermögliche, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gisela Klein. Das aber sei in der Gemarkung von Bruchköbel nicht der Fall. Vielmehr seien im hiesigen Verdichtungsraum Windkraftanlagen für die Natur unverträglich, es werde das Landschaftsbild und der Naherholungswert nachhaltig gestört und auch den Zielen und Grundsätzen des Naturschutzes zuwidergehandelt.
Für das Umland von Roßdorf würde der Bau eines Windparks mit sechs möglicherweise bis zu 200 m hohen Windrädern die Zerstörung des ländlichen Charakters bedeuten, auch werde der Wert von Wohngrundstücken sinken. Schließlich stelle ein Windpark eine industrielle Anlage zur Energieerzeugung dar, und das Landschaftsbild erhalte durch die Windräder eine „industrieparkartige Prägung“.
Treffen die Behauptungen des BBB zur jüngsten Entwicklung zu, dann könnte das Thema wie in der Nachbargemeinde Schöneck zum Politikum werden. Auch in Bruchköbel war es früher bereits zu Diskussionen um das Thema gekommen.
Beim Abschluss ihres Kooperationsvertrages im Frühjahr 2006 hatten CDU und Grüne eine Errichtung bei Roßdorf befürwortet, einen zweiten Standort in Richtung Erlensee aber abgelehnt. Diese möglichen Standorte waren zuvor im Zuge der Diskussionen um den Regionalen Flächennutzungsplan bekannt geworden.
Von Interesse wird also mittelfristig sein, was im Regionalen Flächennutzungsplan festgeschrieben wird. Die regionale Planungsversammlung von rund 75 Kommunen des Rhein-Main-Gebietes wird Festlegungen über Nutzflächen und damit eben auch über Standorte für Windkraftanlagen vornehmen.
Die einmal gefassten Beschlüsse sind dann für die beteiligten Kommunen bis ins Jahr 2020 als verbindlich anzusehen. Eine im Internet einsehbare Karte des Regionalverbandes (www.planungsverband.de) sieht für die Errichtung von Windrädern bis heute die erwähnten Flächen etwa 1,5 km westlich von Rossdorf sowie zwischen Bruchköbel und Erlensee vor.
kewelforever - 2008/09/16 06:57