Baggerfahren
Immer mal wieder ist die Rede von Erwachsenen, die im Grunde nur so tun, als seien sie erwachsen. Ich meine, da ist etwas dran. Und nun ist mir gerade eine Annonce vor Augen gekommen, die mich in dieser Meinung bestärkt hat. Dort wird dem neugierigen Leser versprochen, er könne „fünfmal Baggerfahren“ gewinnen. Ich finde, so ein Angebot ist nicht alltäglich. Einmal abgesehen von den glücklichen Zeitgenossen, die das Baggerfahren von Berufs wegen praktizieren dürfen, kommt doch der normale kleine Mann kaum je in seinem Leben in einen Bagger.
Ich bin zwar auch mal Bagger gefahren, in den meisten Fällen war ich da aber noch ziemlich klein, und der Bagger ist nur ein Spielzeugbagger gewesen. Einmal aber habe ich es auch als Erwachsener gemacht, sogar einen ganzen Tag lang. Das Gerät hatte ich mir bei einem Werkzeugverleih besorgt, und der Einweiser hatte mir immer wieder gesagt: „Es funktioniert wie beim Panzerfahren, verstehen Sie?“
Ich war bis zu diesem Zeitpunkt noch nie Panzer gefahren, aber er erläuterte es mir immer wieder mit diesem Beispiel, wohl aus der Erfahrung heraus, daß es dann auch der Dümmste kapiert. Mein Bagger war nur ein kleiner Bagger, und man steuerte das Gerät mit zwei Hebeln links und rechts vom Sitz. Das mit den zwei Hebeln war wohl das, was sich „wie im Panzer“ anfühlt.
Mein Tag im Bagger war ein spannender Tag. Mit einem Bagger kann man Berge versetzen. In meinem Fall waren es Schotterberge. Baggerfahren ist etwas, das uns Jungs irgendwie ein Gefühl von Allmacht gibt. Der Schotterhaufen da? Einfach reinschieben, die Schaufel, und das Zeug dort abkippen, wo es hingehört.
Und wieder.
Und wieder.
Endlich mal radikal Ordnung schaffen. Irgendwann später am Tag beschleicht einen dann das Gefühl, daß der Bagger im Grunde zu klein ist, und man wünscht sich eine größere Schaufel und mehr PS. Da geht es einem erwachsenen Gelegenheits-Baggerfahrer nicht viel anders als einem Bub, der ein größeres Spielzeug will.
Und geradezu neidisch habe ich übrigens letztens auf das Geschehen vor dem Viadukt geschaut, wo seit Wochen Baggerfahrer damit beschäftigt sind, die alte Mülldeponie abzudichten, zu glätten, sprich: mit dem Bagger den ganzen Tag lang auf einem riesigen Sandhaufen herumzufahren.
Wenn mich also einmal jemand danach fragen sollte, wie die generationenübergreifenden Freizeitparks der Zukunft aussehen sollen, dann könnte ich ein paar Ideen beisteuern.
Ich bin zwar auch mal Bagger gefahren, in den meisten Fällen war ich da aber noch ziemlich klein, und der Bagger ist nur ein Spielzeugbagger gewesen. Einmal aber habe ich es auch als Erwachsener gemacht, sogar einen ganzen Tag lang. Das Gerät hatte ich mir bei einem Werkzeugverleih besorgt, und der Einweiser hatte mir immer wieder gesagt: „Es funktioniert wie beim Panzerfahren, verstehen Sie?“
Ich war bis zu diesem Zeitpunkt noch nie Panzer gefahren, aber er erläuterte es mir immer wieder mit diesem Beispiel, wohl aus der Erfahrung heraus, daß es dann auch der Dümmste kapiert. Mein Bagger war nur ein kleiner Bagger, und man steuerte das Gerät mit zwei Hebeln links und rechts vom Sitz. Das mit den zwei Hebeln war wohl das, was sich „wie im Panzer“ anfühlt.
Mein Tag im Bagger war ein spannender Tag. Mit einem Bagger kann man Berge versetzen. In meinem Fall waren es Schotterberge. Baggerfahren ist etwas, das uns Jungs irgendwie ein Gefühl von Allmacht gibt. Der Schotterhaufen da? Einfach reinschieben, die Schaufel, und das Zeug dort abkippen, wo es hingehört.
Und wieder.
Und wieder.
Endlich mal radikal Ordnung schaffen. Irgendwann später am Tag beschleicht einen dann das Gefühl, daß der Bagger im Grunde zu klein ist, und man wünscht sich eine größere Schaufel und mehr PS. Da geht es einem erwachsenen Gelegenheits-Baggerfahrer nicht viel anders als einem Bub, der ein größeres Spielzeug will.
Und geradezu neidisch habe ich übrigens letztens auf das Geschehen vor dem Viadukt geschaut, wo seit Wochen Baggerfahrer damit beschäftigt sind, die alte Mülldeponie abzudichten, zu glätten, sprich: mit dem Bagger den ganzen Tag lang auf einem riesigen Sandhaufen herumzufahren.
Wenn mich also einmal jemand danach fragen sollte, wie die generationenübergreifenden Freizeitparks der Zukunft aussehen sollen, dann könnte ich ein paar Ideen beisteuern.
kewelforever - 2007/07/25 23:31