Flächennutzungsplan mit Detailänderungen
Anregungen und Bedenken diskutiert
Bruchköbel - Die Stadtverordneten haben am vergangenen Dienstag den Flächennutzungsplan der Stadt beraten. In dem Plan werden die Nutzzwecke von Flächen innerhalb der Stadt Bruchköbel verbindlich aufgeführt, die zu bebauen sind oder anderweitig vorgehalten werden (der BK berichtete). Was in diesem Plan festgehalten ist, hat Gültigkeit bis zum Jahre 2020 und ist Bestandteil einer gemeinsamen Festlegung von rund 75 Städten und Gemeinden, die im Regionalverband des Rhein-Main-Gebietes zusammengeschlossen sind und ihre Vorhaben aufeinander abstimmen. Somit gibt der Plan Auskunft über die Baugebiete und viele kommunale Projekte der nächsten Jahre.
Derzeit sind alle beteiligten Kommunen damit beschäftigt, dem Regionalverband ihre Bedenken und Anregungen zu übermitteln, es findet also gerade eine Phase der Feinabstimmung statt. Nach der im Bauauschuss des Bruchköbeler Parlamentes erfolgten Vorstellung eines Entwurfes des Regionalplans hatten sich Bruchköbels CDU und Grüne auf eine Liste verschiedener Anregungen und Bedenken geeinigt, und auch die oppositionelle SPD hat am Dienstagabend ein entsprechendes Antragspapier eingebracht. Dabei sticht hier wie dort die Forderung hervor, vom Rossdorfer Kreisel aus eine Anbindung zur B45 einzuplanen. Diese würde nach Ansicht der Fraktionen den Verkehrsfluss im nördlichen Bereich vereinfachen und die Stadt insgesamt entlasten.
Nach dem Willen von CDU/Grüne soll auch angeregt werden, die Standorte für Mobilfunksender in den Plan einzuarbeiten. Gegenüber dem zunächst vorgelegten Bebauungsplan sollen verschiedene weitere, zumeist kleinere Flächen innerhalb des Stadtgebietes als zu erwartende zusätzliche Baugebiete aufgenommen werden.
Im Bereich südlich der Dreispitzhalle, bis hinunter zu dem in Ost-West-Richtung verlaufenden Entwässerungsgraben soll nach Vorstellungen von CDU/Grüne eine zusätzliche Gewerbefläche zwischen B45 und Bahnlinie vorgemerkt werden, wofür ein zunächst vorgesehener Abschnitt an der Dreispitzhalle, der für Freizeit und Sport vorgesehen war, verkleinert werden soll. Die SPD hatte auf die Sportfläche an der Dreispitzhalle gleich ganz verzichten wollen. Statt der Sportfläche an der Dreispitzhalle war es der Wunsch der SPD-Fraktion, eine Heraufstufung des Gebietes am Rudolf-Harbig-Stadion zu einem Sportzentrum vorzunehmen. Diese Vorstellungen der SPD fanden aber keine Mehrheit. Die neue Gewerbefläche ist jedoch auch im Sinne der SPD und bildet vielleicht den am meisten überraschenden Vorstoß, würde er doch bedeuten, dass sich das gesamte Gewerbegebiet vor den Toren Bruchköbels um einen weiteren Anteil nach Süden ausdehnen könnte.
Zum Neubaugebiet Fliederstrasse wurde nun der Satzungsbeschluss mit der Stimmenmehrheit von CDU/Grüne gefasst. Die Auseinandersetzungen der letzten Wochen fanden noch einmal ihren Widerhall, als SPD-Sprecher Perry von Wittich noch einmal die Vorwürfe mangelnder Kommunikation mit den Anwohnern erhob und auf ein fehlendes Verkehrskonzept hinwies. Alexander Rabold (CDU) hielt dem entgegen, dass es sich nur um ein kleines Baugebiet handele und stufte die Kritik als überzogen und im Grunde wahlkampfgetrieben ein.
(veröff. im Bruchköbeler Kurier v. 6.7.07)
Bruchköbel - Die Stadtverordneten haben am vergangenen Dienstag den Flächennutzungsplan der Stadt beraten. In dem Plan werden die Nutzzwecke von Flächen innerhalb der Stadt Bruchköbel verbindlich aufgeführt, die zu bebauen sind oder anderweitig vorgehalten werden (der BK berichtete). Was in diesem Plan festgehalten ist, hat Gültigkeit bis zum Jahre 2020 und ist Bestandteil einer gemeinsamen Festlegung von rund 75 Städten und Gemeinden, die im Regionalverband des Rhein-Main-Gebietes zusammengeschlossen sind und ihre Vorhaben aufeinander abstimmen. Somit gibt der Plan Auskunft über die Baugebiete und viele kommunale Projekte der nächsten Jahre.
Derzeit sind alle beteiligten Kommunen damit beschäftigt, dem Regionalverband ihre Bedenken und Anregungen zu übermitteln, es findet also gerade eine Phase der Feinabstimmung statt. Nach der im Bauauschuss des Bruchköbeler Parlamentes erfolgten Vorstellung eines Entwurfes des Regionalplans hatten sich Bruchköbels CDU und Grüne auf eine Liste verschiedener Anregungen und Bedenken geeinigt, und auch die oppositionelle SPD hat am Dienstagabend ein entsprechendes Antragspapier eingebracht. Dabei sticht hier wie dort die Forderung hervor, vom Rossdorfer Kreisel aus eine Anbindung zur B45 einzuplanen. Diese würde nach Ansicht der Fraktionen den Verkehrsfluss im nördlichen Bereich vereinfachen und die Stadt insgesamt entlasten.
Nach dem Willen von CDU/Grüne soll auch angeregt werden, die Standorte für Mobilfunksender in den Plan einzuarbeiten. Gegenüber dem zunächst vorgelegten Bebauungsplan sollen verschiedene weitere, zumeist kleinere Flächen innerhalb des Stadtgebietes als zu erwartende zusätzliche Baugebiete aufgenommen werden.
Im Bereich südlich der Dreispitzhalle, bis hinunter zu dem in Ost-West-Richtung verlaufenden Entwässerungsgraben soll nach Vorstellungen von CDU/Grüne eine zusätzliche Gewerbefläche zwischen B45 und Bahnlinie vorgemerkt werden, wofür ein zunächst vorgesehener Abschnitt an der Dreispitzhalle, der für Freizeit und Sport vorgesehen war, verkleinert werden soll. Die SPD hatte auf die Sportfläche an der Dreispitzhalle gleich ganz verzichten wollen. Statt der Sportfläche an der Dreispitzhalle war es der Wunsch der SPD-Fraktion, eine Heraufstufung des Gebietes am Rudolf-Harbig-Stadion zu einem Sportzentrum vorzunehmen. Diese Vorstellungen der SPD fanden aber keine Mehrheit. Die neue Gewerbefläche ist jedoch auch im Sinne der SPD und bildet vielleicht den am meisten überraschenden Vorstoß, würde er doch bedeuten, dass sich das gesamte Gewerbegebiet vor den Toren Bruchköbels um einen weiteren Anteil nach Süden ausdehnen könnte.
Zum Neubaugebiet Fliederstrasse wurde nun der Satzungsbeschluss mit der Stimmenmehrheit von CDU/Grüne gefasst. Die Auseinandersetzungen der letzten Wochen fanden noch einmal ihren Widerhall, als SPD-Sprecher Perry von Wittich noch einmal die Vorwürfe mangelnder Kommunikation mit den Anwohnern erhob und auf ein fehlendes Verkehrskonzept hinwies. Alexander Rabold (CDU) hielt dem entgegen, dass es sich nur um ein kleines Baugebiet handele und stufte die Kritik als überzogen und im Grunde wahlkampfgetrieben ein.
(veröff. im Bruchköbeler Kurier v. 6.7.07)
kewelforever - 2007/07/17 20:31