15
Jun
2007

Informationsabend zur Fliederstrasse

Magistrat stand Rede und Antwort

Bruchköbel - Der Magistrat hatte am Dienstagabend zum Informationsabend rund um das geplante Baugebiet „Westlich der Fliederstraße“ geladen, und rund 70 Bürger sowie etwa 20 Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung waren in den Sitzungssaal des Rathauses gekommen. Auch Verantwortliche aus dem Bauamt sowie Vertreter der Projektgesellschaft „Bouwfonds“ waren anwesend, um die Fragen der Bürger zu beantworten.

Der Erste Stadtrat Uwe Ringel erläuterte zunächst den bisherigen Ablauf des Planungsverfahrens. Das Baugebiet schliesst sich bekanntlich an das Gebiet „Im Rosenring“ an. Das neue Viertel soll über die Fliederstraße anfahrbar sein. Es sollen dort rund 35 Wohneinheiten entstehen, zumeist in der Gestalt von Doppelhaushälften. Lediglich die unmittelbar an einige Grundstücke des „Rosenring“ angrenzenden Parzellen werden mit freistehenden Einfamilienhäusern bebaut.

Die Vertreter von „Bouwfonds“, einer den holländischen Raiffeisen- und Volksbanken nahestehende Baufirma, stellten einige Konzepte vor, die unter eigener Regie im Raum Südhessen verwirklicht worden sind. Man betonte, dass eigene Projekte stets individuell geplant werden, also auch im neuen Baugebiet keine „Häuser von der Stange“ errichtet würden. Die Hausgruppen würden von sogenannten Wohnhöfen unterbrochen, auch wolle man den angrenzenden Kinderspielplatz aufwerten. Wenn das Projekt demnächst genehmigt werde, könnten die Bauarbeiten im Herbst starten.

Aus dem Publikum setzte es daraufhin zahlreiche kritische Fragen. Als hauptsächlicher Stein des Anstoßes wurde dabei immer wieder die Anschlußstraße thematisiert, die als verkehrsberuhigte Zone konzipiert ist. So wurde die Breite von lediglich 6,75 Meter moniert, wovon zwei Meter für einen Besucherparkplatz-Randstreifen vorgesehen sind und überdies kein Bürgersteig eingeplant sei, der den hier zuvor verlaufenden Schulweg ersetze.

Die Vertreter des Bauträgers betonten demgegenüber, dass die Einrichtung einer verkehrsberuhigten, gepflasterten Straße sich bereits in ähnlichen Wohngebieten bewährt habe, wofür es auch in Bruchköbel Beispiele gebe. Zur Entlastung der Parksituation sei außerdem für jede Wohneinheit die Einrichtung zweier Parkplätze vorgeschrieben, und als Wendemöglichkeit, etwa für einen Mülltransporter, sei überdies eine Wendestelle eingeplant.

Auf die Vorhaltung, dass für die neue Straße ein Teil der hier verlaufenden Hochzeitsallee weichen müsse, entgegnete Uwe Ringel, dass man bereits alle betroffenen „Besitzer“ eines Hochzeitsbaumes persönlich angesprochen habe. Am Ende hätten nur zwei Paare auf Weiterbestehen „ihres“ Baumes beharrt, alle anderen hätten sich mit einer Neuanpflanzung einverstanden erklärt.

Schon vor längerer Zeit hatten Bürger aus dem „Rosenring“ eine alternative Planung vorgelegt, die aber für den Projektträger, wie betont wurde, nicht in Frage gekommen sei. Die Planung der Anwohner stelle die Häuser gegenüber der Sonne ungünstig, auch wirke die Stellung der Häuser wie eine Sperre für die aus Westen einströmende Frischluft.

Mit Verwunderung wurde bei den Verantwortlichen die These eines Besuchers aufgenommen, der das Gebiet rund um die Fliederstraße als Überschwemmungsgebiet bezeichnete und mutmaßte, dass die berechnete Kanalisation, zu der auch ein 80 Kubikmeter-Rückhaltebecken als Sicherung gegen Starkregen gehört, zu knapp bemessen sei. Bauträger und Magistrat betonten, man gehe bei der Berechnung der benötigten Kanäle nach allgemein gültigen Regeln und Normen vor. Zur Absicherung gegenüber eventuellen Wasserstauproblemen würden außerdem in alle Häuser Zisternen und Rückstauventile eingebaut. Auch seien keine unfallgefährdeten Öltanks vorgesehen, weil die gesamte Siedlung mit Gas beheizt werden soll.

Bürgermeister Michael Roth wand sich gegen Ende der Veranstaltung gegen ein angeblich in Umlauf gesetztes Gerücht, die Bewohner im Gebiet Am Heinichenberg würden durch den zunehmenden Verkehr in Mitleidenschaft gezogen. Es sei insbesondere nicht geplant, die Zufahrtstrasse ins Baugebiet für Durchgangsverkehr zu öffnen.

Für ein weiteres Neubaugebiet, das im Anschluss an das jetzt geplante „Fliederstraße“ auf der „Langen Gwann“, dem Gelände zur Bahn hin, entwickelt werden soll und auch im Flächennutzungsplan dafür vorgesehen ist, gibt es noch keine Planung. Klar sei aber, so Roth, dass die Erschließung völlig neu entwickelt werden müsse. Die Zufahrt werde unabhängig vom derzeit in Rede stehenden Baugebiet zu entwickeln sein.

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