5
Apr
2012

Auftakt eines breiten Beteiligungsverfahrens

Neue Mitte-Arbeitsgemeinschaft tagte erstmals im Rathaus

(Bruchköbel/pm) - Die „Arbeitsgemeinschaft Neue Mitte“ aus Vertretern der Politik und Bürgerinnen und Bürgern hat ihre Arbeit aufgenommen, wie die Stadtmarketing GmbH in einer Presseerklärung bekanntgibt. Rund 40 Vertreter der Bürgerschaft sowie die Mitglieder des Magistrats und der Fraktionen trafen sich am 28. März zum konstruktiven Austausch im Stadtverordnetensitzungssaal. Nach Erläuterungen zu Sinn und Zweck des Vorhabens wurden zahlreiche Fragen gestellt. „Die Herausforderungen an diese komplexe Aufgabe können nur fakultäts- und abteilungsübergreifend bearbeitet und gelöst werden“, so der Erste Stadtrat Uwe Ringel bei der Vorstellung des vier Fachbereichen entstammenden Projektteams, das von Bürgermeister Günter Maibach und dem Ersten Stadtrat Uwe Ringel eingesetzt wurde. Für die rechtliche Beratung konnte mit dem Bauhaus-Professor und Vergaberechtsexperten Heiko Höfler von der Kanzlei Orrick Hölters & Elsing ein bundesweit anerkannter Fachmann gewonnen werden, der bereits zahlreiche städtebauliche Projekte betreut hat. Die Prozessteuerung übernimmt ein Team der NH Projektstadt, das von Ulrich Eckerth-Beege, Projektleiter im Fachbereich Integrierte Stadt- und Gewerbeflächenentwicklung der NH Projektstadt, geleitet wird. Die Verwaltung der Stadt Bruchköbel ist vertreten durch den Leiter der Bauverwaltung Holger Entzel und Karl-Franz Kullmann von der Stadtplanung. Die Kommunikation im Prozess steuert Andrea Weber von der Stadtmarketing Bruchköbel GmbH.

Neben der Tatsache, dass die umliegenden Kommunen ihre Innenstädte für die Zukunft rüsten, erfordere auch der demografische Wandel ein Umdenken für die Städte der Zukunft. Ärzte, soziales Miteinander und Geschäfte in Laufnähe spielten eine zentrale Rolle bei der Frage der Standortwahl in einer älter werdenden Gesellschaft. „Wir sind in der glücklichen Situation, in der Innenstadt eigene Flächen mit vorhandenem Baurecht zu besitzen“, so Bürgermeister Günter Maibach. „Dafür werden wir von anderen Kommunen beneidet, die gerne ein solches Projekt anpacken möchten, aber keine Flächen dafür haben.“ Auch lägen Mieteranfragen aus Einzelhandel, Dienstleistungen und Arztpraxen vor. „Eine hervorragende Ausgangssituation, unseren Stadtkern umzugestalten und den Anforderungen der Zukunft anzupassen, aber auch eine hervorragende Vorraussetzung für Investoren,“ so der Bürgermeister.

Professor Dr. Höfler erläuterte die rechtlichen Hintergründe und wirtschaftlichen Möglichkeiten, ein solches Projekt unter wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen umzusetzen. „Für Bruchköbel muss das Projekt finanziell machbar sein. Das heißt, der Verfahrensaufwand und die städtebauliche Lösung müssen im vernünftigen Verhältnis zueinander stehen“, weiß der Jurist aus seiner langjährigen Erfahrung in PPP-Verfahren und als Berater von Investoren in Wettbewerben anderer Städte. „Das Betreiben von Gebäuden ist ebenso wenig Kernaufgabe einer öffentlichen Verwaltung wie der Bau neuer Liegenschaften auf Kredit. Entscheidend ist, dass der Verwaltung Flächen zur Verfügung stehen, die ihrem Bedarf gerecht werden und über die sie möglichst wirtschaftlich verfügen kann. Hierzu muss eine Stadt nicht Eigentümerin der von ihr genutzten Büroflächen sein“, so der Jurist zu der Frage, welche Vorteile es habe, nach einem erfolgreichen Projektablauf wie dem der „Neuen Mitte“ Mieter im eigenen Haus zu sein. Ab dem 10. April 2012 werde man Informationen auf der eigenen Homepage www.neue-mitte-bruchkoebel.de abrufen können. Auch ein Newsletter könne ab diesem Zeitpunkt kostenfrei abonniert werden. Zudem finde am 15. Mai 2012 um 20.00 Uhr im Bürgerhaus Bruchköbel eine erste Info-Veranstaltung mit Themen rund um die Neue Mitte statt. Erarbeitet werde nun zeitgleich ein Katalog an Anforderungen für die Investoren, was auf dem ca. 14.000 qm großen Areal der „Neuen Mitte“ zwischen dem heutigen Rathaus, dem Parkdeck und dem Seniorenzentrum errichtet werden soll. Die Anforderungen zur Teilnahme für das Investorenauswahlverfahren werden Anfang April 2012 in den einschlägigen Medien und auf der Homepage der Stadt unter www.bruchkoebel.de veröffentlicht. Nach Abschluss des Verfahrens werden die Entwürfe im Rahmen einer Bürgermesse voraussichtlich im 1. Quartal des Jahres 2013 präsentiert.

(Archivtext. Veröffentlicht im "Bruchköbeler Kurier" vom 5.4.2012)

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