Kirlebrücke Projekt rückt näher
Stadtverordnete fassen Grundsatzbeschluss / Von Jürgen Dick
Bruchköbel - Eine völlig neue Brücke über die Bundesbahn-Gleise – so sieht das Konzept aus, das die Versammlung der Stadtverordneten am Dienstag auf den Weg gebracht hat. Die Grundsatzentscheidung sieht vor, dass die derzeitige Brücke erst abgerissen wird, wenn eine neue Brücke mit Radweg parallel zum bestehenden Bauwerk errichtet worden ist. Die neue Brücke würde dann um rund 15 Meter nach Norden, also in Richtung Bruchköbel, erstellt werden.-
Die Maßnahme ist bereits seit Jahren im Investitionsprogramm der Stadt beschlossen, allerdings war immer davon ausgegangen worden, die bestehende Brücke lediglich an ihrem alten Ort zu erneuern. Das hätte zur Folge gehabt, dass die Brücke für eine bis zu 8 Monate währende Bauzeit voll gesperrt worden wäre. Die Folgen für den Verkehr wären wahrscheinlich gravierend ausgefallen, der Verkehr über den Kirleweg hätte sich zu einem großen Anteil durch das Nadelöhr am Viadukt zwängen müssen. Mit dem neuen Konzept errechnen sich aufgrund des nun notwendigen völligen Neubaues der Brücke allerdings Mehrkosten in Höhe von rund 200.000 Euro, die zu der ursprünglich veranschlagten runden Million Euro hinzuaddiert werden müssen. - Eine Kompensation für diese Kosten könnte so aussehen: Zunächst wird davon ausgegangen, dass das Land Hessen mit einem Zuschuss von rund 70% der Kosten beispringt. Im günstigen Fall würden auch die Mehrkosten in dieser Höhe bezuschusst. Und da der Busverkehr während der gesamten Bauzeit ungehindert auf der gewohnten Strecke weiterläuft, müssen auch keine Mehrkosten an die Buslinienbetreiber entrichtet werden. Die hätten nämlich im Falle einer Brückensperrung Ausgleichszahlungen in Höhe von rund 140.000 Euro für Umwege geltend machen können.
In der Beratung der Stadtverordneten hatten Heidi Himmler (FDP) und Uwe Ringel (Bündnis90/Grüne) deutlich gemacht, dass ein so umfangreiches Projekt zunächst im Bauausschuss beraten werden müsse. Der erste Stadtrat Dziony hatte daraufhin interveniert und betont, dass es zunächst um einen Grundsatzbeschluss gehe. Spätere Planungen könnten dann immer noch beraten werden. Letztlich wurde ein Änderungsantrag der CDU mehrheitlich angenommen, in dem neben dem Konzept „Neue Brücke“ als zusätzliche Punkte die bessere Zufahrt zum Gewerbegebiet „Lohfeld“ sowie ein neues Radwegkonzept erwähnt sind.
(ersch. im Bruchköbeler Kurier v. 23.2.06)
Bruchköbel - Eine völlig neue Brücke über die Bundesbahn-Gleise – so sieht das Konzept aus, das die Versammlung der Stadtverordneten am Dienstag auf den Weg gebracht hat. Die Grundsatzentscheidung sieht vor, dass die derzeitige Brücke erst abgerissen wird, wenn eine neue Brücke mit Radweg parallel zum bestehenden Bauwerk errichtet worden ist. Die neue Brücke würde dann um rund 15 Meter nach Norden, also in Richtung Bruchköbel, erstellt werden.-
Die Maßnahme ist bereits seit Jahren im Investitionsprogramm der Stadt beschlossen, allerdings war immer davon ausgegangen worden, die bestehende Brücke lediglich an ihrem alten Ort zu erneuern. Das hätte zur Folge gehabt, dass die Brücke für eine bis zu 8 Monate währende Bauzeit voll gesperrt worden wäre. Die Folgen für den Verkehr wären wahrscheinlich gravierend ausgefallen, der Verkehr über den Kirleweg hätte sich zu einem großen Anteil durch das Nadelöhr am Viadukt zwängen müssen. Mit dem neuen Konzept errechnen sich aufgrund des nun notwendigen völligen Neubaues der Brücke allerdings Mehrkosten in Höhe von rund 200.000 Euro, die zu der ursprünglich veranschlagten runden Million Euro hinzuaddiert werden müssen. - Eine Kompensation für diese Kosten könnte so aussehen: Zunächst wird davon ausgegangen, dass das Land Hessen mit einem Zuschuss von rund 70% der Kosten beispringt. Im günstigen Fall würden auch die Mehrkosten in dieser Höhe bezuschusst. Und da der Busverkehr während der gesamten Bauzeit ungehindert auf der gewohnten Strecke weiterläuft, müssen auch keine Mehrkosten an die Buslinienbetreiber entrichtet werden. Die hätten nämlich im Falle einer Brückensperrung Ausgleichszahlungen in Höhe von rund 140.000 Euro für Umwege geltend machen können.
In der Beratung der Stadtverordneten hatten Heidi Himmler (FDP) und Uwe Ringel (Bündnis90/Grüne) deutlich gemacht, dass ein so umfangreiches Projekt zunächst im Bauausschuss beraten werden müsse. Der erste Stadtrat Dziony hatte daraufhin interveniert und betont, dass es zunächst um einen Grundsatzbeschluss gehe. Spätere Planungen könnten dann immer noch beraten werden. Letztlich wurde ein Änderungsantrag der CDU mehrheitlich angenommen, in dem neben dem Konzept „Neue Brücke“ als zusätzliche Punkte die bessere Zufahrt zum Gewerbegebiet „Lohfeld“ sowie ein neues Radwegkonzept erwähnt sind.
(ersch. im Bruchköbeler Kurier v. 23.2.06)
kewelforever - 2006/02/26 17:11