25
Feb
2009

Neue Lösung für Buslinien

Stadtverordnete stimmen Betreiberwechsel zu

Bruchköbel – Ein Antrag der Stadtverwaltung, der eine Neuausrichtung des Buslinienverkehrs zur Folge haben wird, ist von den Stadtverordneten mehrheitlich angenommen worden. Der öffentliche Personennahverkehr in Bruchköbel wird somit neu strukturiert. Dies ist zu erwarten, seitdem über die Beschlussvorlage des Ersten Stadtrates Uwe Ringel positiv entschieden worden ist.

Seit dem letzten Sommer hatten Gespräche der Stadtverwaltung mit der Kreisverkehrsgesellschaft stattgefunden, in denen es um die Neuvergabe einer Konzession für den Betrieb der Buslinie nach Hanau gegangen ist. Zwei Buslinien-Betreibergesellschaften hatten sich darum beworben. Nun, nach dem positiven Votum der Stadtverordneten, wird die regional beheimatete Arbeitsgemeinschaft Heuser/Racktours/Stroh ab dem 1. Juni 2009 den Busverkehr der Buslinie MKK33 im Stadtgebiet Bruchköbel durchführen und die Hanauer Straßenbahn als den bisherigen Betreiber ablösen.

Stadtrat Uwe Ringel hatte hervorgehoben, dass die neue Lösung für die Stadt unter dem Strich um 20% billiger kommt. Die neuen Betreiber werden, wie es heisst, für Bruchköbel neue, moderne Busse einsetzen. Hätten die Stadtverordneten nicht zugestimmt, wäre es womöglich zu einer europaweiten Ausschreibung mit ungewissem Ausgang gekommen.

Die Fraktion BBB hatte namens ihres Sprechers Recholz bemängelt, dass der neue Fahrplan eine Verringerung der Busverbindungen vorsehe. In der Zeit von 6.00 Uhr - 8.00 Uhr halbiere sich die Anzahl der fahrenden Busse. Ein weiteres Beispiel seien die Anfahrten zur Heinrich-Böll-Schule, wo der Fahrplan ebenfalls deutliche Reduzierungen vorsehe. Stadtrat Uwe Ringel hatte daraufhin den Stadtverordneten die Sicherstellung der Qualität zugesagt, indem er hervorhob, dass die Betrachtung einzelner Verbindungen unvollständig ist. Insgesamt sei die gesamte Systematik der Fahrpläne zu beachten, so Ringel. Neben der MKK33, für die die genannte Betreibergemeinschaft die Regie übernehme, würden die Linien 561 und 5901 neu konzipiert. Die so entstehenden neuen Fahrpläne seien von der Kreisverkehrsgesellschaft auf der Basis des Fahrgastaufkommens kalkuliert. Für die Stadt Bruchköbel springe damit ein deutlicher Kostenvorteil heraus. Eine nochmalige Verweisung des Themas in den Verkehrsausschuss des Parlamentes hatten die Stadtverordneten schliesslich abgelehnt, um die unter dem Strich günstige Gelegenheit, die das neue Angebot bietet, zu nutzen.


(ARCHIV / veröffentlicht im "Bruchköbeler Kurier" v. 26.2.09)

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